Archive for April, 2015

Wir alle tragen es mit uns herum, das „Päckchen“ unserer Vergangenheit. Darin gespeichert liegen meist die schmerzlichen Erfahrungen unseres Lebens, Verluste, Trennungen, nicht erreichte Ziele aber auch Ängste und Schuldgefühle. „Jeder hat sein Päckchen zu tragen“, heißt es im Volksmund, und tatsächlich sind die Päckchen der einzelnen Menschen unterschiedlich groß und mehr oder weniger gefüllt, bei einigen Menschen ist sicher noch Luft, anderen gelingt es, Luft zu schaffen und das Päckchen zu leeren und bei wieder anderen ist es bis zum Rand vollgefüllt.

Man kann auch sagen, dieses Päckchen ist die Schattenseite, die schmerzliche Seite unseres Seins. Während wir an einem anderen Ort die vielen positiven Erfahrungen sammeln und speichern, manifestiert sich in diesem Päckchen das, was uns traurig macht, mit Angst erfüllt und Kummer bereitet, aber, genauso wie die positiven Erfahrungen, unser Sein und unser Leben bestimmt, leider jedoch häufig auf einer wenig konstruktiven und erfüllenden Art und Weise.

Schon als Kind beginnen wir, dieses Päckchen zu füllen, dank unserer Mitschüler, Freunde, Beziehungspartner und zum Teil auch fremder Menschen gibt es über die Jahre der Kindheit und Jugendzeit und im Erwachsenenalter genug Futter für dieses Päckchen. Wir erinnern uns an Aussagen unserer Eltern, die vielleicht unbedacht, aber auf keinen Fall böse gemeint waren, wie „Das schaffst Du nicht! Bleib lieber bei dem, was du kannst.“, „Ich war auch nie schlank/sportlich, und du wirst auch nie schlank/sportlich sein.“ In auch in Beziehungen machen wir unterschiedliche Erfahrungen, die uns zu dem Schluss kommen lassen: “Liebe tut nur weh!”, „Ich finde eh keine/n Bessere/n.“, „Ich habe immer nur Pech in der Liebe.“ Was hier aus uns spricht, sind verschiedene Werteverletzungen, bspw. des Selbstwerts, des Selbstbewusstseins, der Anerkennung oder der Liebe.

Hören wir diese Aussagen oder sagen wir sie uns selbst oft genug, können sich daraus handfeste Glaubenssätze entwickeln, die uns ein Leben lang begleiten und blockieren können, ohne dass wir es merken, weil wir in unserem Inneren ein Bild von einer scheinbaren Realität entwickeln, an die wir so stark glauben, dass sie sich nach außen zeigt. In diesem Zusammenhang fällt häufig der Begriff der selbsterfüllenden Prophezeiung.

Aber auch der Volksmund kennt solche Glaubenssätze, wie „Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.“ oder zweites Beispiel: „Man kann nicht alles haben!“ Warum nicht? Weil alle Welt das so sagt? Manche Menschen scheinen alles zu haben bzw. zumindest viel mehr als viele andere? Anderen Menschen scheint alles zu gelingen. Zufall? Sicher nicht.

Der Unterschied liegt, nicht nur aber auch, in der inneren Einstellung. Was uns im Inneren durch unsere Überzeugungen, Einstellungen und Glaubenssätze ausmacht, tragen wir unbewusst nach außen. Wenn wir starke innere Glaubenssätze haben, können diese uns blockieren und wir fragen uns, warum wir bestimmte Ziele nicht erreichen, obwohl wir doch alles daran setzen?

Wir scheitern, stehen auf und versuchen es noch mal, scheitern wieder und versuchen es noch einmal und so weiter … während sich unser Lebenspäckchen dabei immer mehr füllt.

Glaubenssätze

Mit Hilfe von Coaching-Methoden ist es jedoch möglich, diese Glaubenssätze zu erkennen und aufzulösen. Das Ergebnis ist eine veränderte innere Einstellung, die sich positiv nach außen transportiert. Dies wiederum wirkt sich auf unser inneres Sein, die Ausstrahlung nach außen und das Erreichen unserer Ziele aus. Häufig zeigt sich, dass mit dieser Veränderung neue Möglichkeit erkannt werden, sich Chancen ergeben, neue Kontakte geknüpft werden etc., sich sozusagen plötzlich und unerwartet Türen öffnen, die der Zielerreichung dienen. Das ist ein Prozess, der ein weinig dauert, aber im Ergebnis sehr effektiv und nachhaltig sein kann.

Glaube kann tatsächlich Berge versetzen und der Placebo-Effekt ist auch nichts anderes, als die äußere Wirkung der Kraft von Unterbewusstsein und Überzeugung.

Mit der Auflösung und inneren Loslösung von Glaubenssätzen wird unser Päckchen der Vergangenheit somit merklich leerer und kleiner. Gleichzeitig wird das Leben als solches ein Stück weit leichter und erfüllender. „Man kann nicht alles haben“ – ist dann kein Grund mehr, nicht alles zu versuchen, wenn uns etwas am Herzen liegt und wir ein bestimmtes Ziel haben oder einen bestimmten Wert (Anerkennung, Familie, Unabhängigkeit, (berufliche) Selbständigkeit) vermehren wollen. Es ist jedem möglich, sein Leben selbstbestimmt in die eigene Hand zu nehmen.

Gern besprechen wir auch Ihren privaten oder beruflichen Kontext und ermitteln in konkreten Coaching-Prozessen, welche Blockaden oder Glaubenssätze aufgelöst werden können, um den Weg frei zu machen für Ihre individuellen Ziele und die Zielerreichung.

Wir freuen uns auf eine E-Mail an info@keyconcept.org, einen Anruf oder gern auch eine WhatsApp-Nachricht an 0173 – 609 52 85.

Das kleine Glück …

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„Schaffe, schaffe, Häusle baue“, sagt der Schwabe und spricht damit ein Thema an, das schon fast als typisch Deutsch bezeichnet werden kann. Disziplin, Ehrgeiz und Sicherheit bestimmten heutzutage häufig unser Leben. Natürlich gehen wir jeden Tag zur Arbeit, um heute für unsere Familie und für morgen im Alter vorzusorgen. Inklusive Fahrtzeiten sind Zehn- bis Zwölfstundentage für viele Arbeitnehmer eher die Regel als die Ausnahme. Von 50- bis 60-Stundenwochen bei vielen Unternehmern und Führungskräften ganz zu schweigen. Darüber hinaus sind wir für unsere Kinder da, sorgen für einen ordentlichen Haushalt, pflegen Angehörige und helfen unseren Freunden bei ihren Umzügen, ohne darüber nachzudenken. Das ist selbstverständlich und das machen wir auch gern.

Doch nicht selten leben wir ein Leben, das durch einen Alltag aus Arbeit-Kinder-Haushalt-Prozesse dominiert wird und in das wir, bezogen auf unsere eigenen Bedürfnisse, hineinwachsen, als hätten wir mindestens 200 Jahre Zeit zu leben. Und dann passiert es, ein Moment und diese Welt steht Kopf. Häufig sind es genau diese Momente, die unsere Klienten zu uns führen. Die Kollege, gerade 60 Jahre alt geworden und kurz vor der Rente, erleidet einen Herzinfarkt und stirbt. Die Nachbarin, gerade 50, hatte einen Unfall und ist nun querschnittsgelähmt. Der Freund eines Freundes erleidet einen schweren Arbeitsunfall mit Mitte 30, Ausgang ungewiss. Alle hatten ähnliche kleine oder große Träume, nur aufgeschoben, für später, wenn sie mal nicht mehr arbeiten müssen, wenn sie ihren Lebensabend genießen können. Und Hand aufs Herz: Wer von Ihnen erkennt sich bei diesem Gedanken wieder?

Ein Moment und wir werden wach. Die beschaulich routinierte Welt unserer Klienten gerät in diesen Moment häufig aus den Bahnen. Ihre geäußerten Gedanken sind dann oft: „Er/Sie war noch so jung, hatte noch so viel vor. Und wenn es ihm/ihr passieren kann, dann mir auch, aber irgendwie möchte ich schon noch einiges erleben“. Es wird plötzlich klar, dass jeder Tag Lebenszeit ist, nicht erst in 20, 30 oder 40 Jahren. Jeder Tag kann unser Leben deutlich verändern. Warum gehen wir dann so stiefmütterlich mit unserer Lebenszeit um? Warum gönnen wir uns unser kleines Glück nicht schon jetzt?

Gehen Sie in sich! Was ist es, wovon Sie träumen? Was wollten Sie schon immer machen oder erreichen? Wovon haben Sie vielleicht schon als Kind geträumt?

Wir brauchen es alle, unser kleines Glück. Oft geht es dabei nicht um den großen Ausstieg aus unserem Leben, die Strandbar in Ko Samui oder die Tauchschule auf Bali. Es ist die Erfüllung eines kleinen Traums, den wir irgendwann einmal geträumt und im Alltag verloren haben, weil er zu spießig, unrealistisch oder keine Zeit dafür vorhanden war.

Burnout-Prophylaxe KeyConcept

Wir sagen, gönnen Sie sich Ihr eigenes kleines Glück, egal, was es ist. Sie wollen singen? Dann singen Sie! Sie wollen ein Instrument spielen? Tun Sie es! Sie wollten schon immer Spanisch lernen? Kontaktieren Sie die VHS! Und auch, wenn Sie Ihr Glück in einem ganz langweiligen Hobby finden, fangen Sie heute damit an. Imkern, gärtnern, sammeln, basteln, malen, tanzen, schreinern und singen Sie, was das Zeug hält. Ich persönlich habe schon vor Jahren die sehr altmodische, klassische und so schöne, manchmal sicherlich auch kitschige, Brieffreundschaft für mich entdeckt, die mich zu ganz wunderbaren Menschen auf der ganzen Welt geführt hat. Das Schreiben und Lesen der Briefe sind meine ganz persönlichen und intimen zwei Stunden bzw. Herzmomente pro Woche, die nur mir gehören. Gönnen Sie sich das auch!

Dies ist nur eine Methode von vielen verschiedenen, die beim Coaching zum Beispiel zur Burnout-Prophylaxe, Stressabbau, Perspektivenwechsel und Sinnfindung zur Anwendung kommen können. Gern besprechen wir auch Ihr Thema und stellen weitere Methoden vor.