7 Regeln der Mitarbeitermotivation

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, heißt es im Volksmund. Das gleiche Prinzip gibt es  im beruflichen Kontext, nur wird es dort Motivation genannt. Gemeint ist, das Schaffen von Anreizen, um ein bestimmtes positives Verhalten bzw. Leistungen zu belohnen und zu fördern. Die Bedeutung von Mitarbeitermotivation ist unumstritten. Häufig stellt sich jedoch bei den Verantwortlichen die Frage nach dem Wann, dem Was und dem Wie der Motivation.

Grundsätzlich und allgemein kann gesagt werden, fast alles ist besser als gar nichts, angefangen von einem ehrlich gemeinten „Gut gemacht, weiter so!“ bis zu einem spontanen Restaurant-Gutschein oder einer Gehaltserhöhung. Doch es gibt, einige Dinge, die für eine effektive Mitarbeitermotivation berücksichtigt werden sollten.

Mitarbeitermotivation

1. Auf die Dosierung achten, gerade bei langwierigen Projekten.

Zu viel motivieren kann genauso schädlich sein, wie gar nicht motivieren. Zunächst einmal muss klar sein, was zum normalen Arbeitspensum gehört und was zusätzliche Leistungen sind. Wenn Mitarbeiter dauerhaft 120 Prozent an Leistungsbereitschaft zeigen, sollte das anerkannt und honoriert werden. Andererseits kann auch ein Mitarbeiter, der möglicherweise nur 90 oder 100 Prozent an Leistung bringt, zu noch höheren Leistungen motiviert werden.

Vor allem bei langwierigen Projekten sollte eine Belohnung nicht erst am Ende erfolgen. Niemand kann für einen langen Zeitraum sich selbst und seinen Mitarbeitern Höchstleistungen abverlangen, ohne die physischen und psychischen sowie emotionalen Reserven regelmäßig aufzuladen. Motivationsmaßnahmen können bei langfristigen Projekten wirkungsvoll an die Erreichung von definierten Meilensteinen gebunden werden.

2. Die Individualität der Mitarbeiter beachten.

Motivationsmaßnahmen können sehr verschieden sein, bspw. durch einmalige oder dauerhafte monetäre Zuwendungen. Sie können darüber hinaus in Personalentwicklungsmaßnahmen und Beförderungen bestehen, die mit mehr Verantwortung und einer bezahlten Höherqualifikation verbunden sein können. Aber auch die Vergabe von mehr Verantwortung innerhalb eines Teams, sowie ehrliche Anerkennung und bereits die Wahrnehmung der erbrachten Leistung sowie das positive Rückmelden gegenüber einer Arbeitskraft können als Motivationsfaktoren wirken.

Wer weiß, wie die einzelnen Mitarbeiter ticken und wonach sie persönlich streben, kann daran auch die Motivationsmaßnahmen ausrichten. Allerdings ist es wichtig, dass kein Mitarbeiter dabei übergangen wird.

3. Incentives nachvollziehbar in Aussicht stellen

In diesem Sinne ist es auch wichtig, die Mitarbeiter wissen zu lassen, welche Ziele sie im Unternehmen erreichen können und wie das Unternehmen besondere Leistungen oder Innovationsvorschläge honoriert. Diese Maßnahmen sollten nachvollziehbar sein und die persönlichen Entwicklungsziele der Mitarbeiter einbeziehen. Sind diese mit persönlichen oder Teamzielen verknüpft und dem Mitarbeiter bekannt, kann er sich selbst und seine Leistungen daran messen.

4. Organisations- und Teamklima beachten

Organisationskultur und -klima sowie Teamkultur- und -klima haben stets einen Einfluss auf Leistungsvermögen der Mitarbeiter, sowohl auf das Wollen als auch auf das Können der Mitarbeiter. Gut gemeinte Motivationsmaßnahmen können ohne Wirkung verpuffen, weil Organisationskultur oder Teamklima nicht stimmig sind und unterschwellig negatives Verhalten, Vorteile und belastende oder störende Einstellungen und Überzeugungen vorherrschen. Hier kann ein Blick hinter die Fassaden notwendig und unabdingbar sein, um durch entsprechende Maßnahmen die Motivation der Mitarbeiter zu fördern und die vorhandenen Leistungspotenziale zu entfalten.

5. Mit gutem Beispiel vorangehen.

Gute Führung schließt die Sorge um sich als Geschäftsführung oder Personalführungskraft ein. Das heißt, auch wenn eine Führungskraft an sich die Forderung stellt, länger oder früher im Büro zu sein als das Team, weiß auch ein Mitarbeiterstamm, dass Chefs ebenfalls Menschen sind, die nicht nonstop funktionieren können. So sollten sich auch Chefs regelmäßige Auszeiten nehmen, in dem sie an regelmäßig oder zu festgelegten Tagen das Büro pünktlich verlassen, störungsfreie Bürozeiten festlegen, in denen sie ungestört arbeiten können und ggf. Aufgaben an das Team delegieren. Auch das Arbeitspensum einer Führungskraft muss realistisch schaffbar sein.

6. Mal raus aus dem Alltagstrott

Kommen Projekte ins Stocken oder leidet das Teamklima kann es helfen, die gewohnte Umgebung, räumlich oder zeitlich zu verlassen. Ein neutraler Art, die gelöste Atmosphäre sowie informelle Gespräche können neue Perspektiven und Lösungsansätze ermöglichen. Denkbar ist bspw., dass ein Team oder die Belegschaft gemeinsam (durch die Firma gesponsort): Mittagessen, ein Picknick machen, Pizza bestellen, mobil an anderen Orten arbeiten, sich auch mal sportlich messen usw. Heutige Geschäftsmodelle und mobile Technologien geben einiges an Möglichkeiten her, den Schreibtisch oder die Werkbank zu verlassen.

7. Gemeinsam erreichtes gemeinsam feiern!

Gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen und erhöhen die Kooperationsfähigkeit. Das bedeutet, im Team erreichte Ziele und umgesetzte Projekte sollten auch gemeinsam gefeiert werden. Es ist schön Erfahrungen, Erlebnisse und Sorgen, aber auch Frust und Probleme zu teilen. Das stärkt das Wir-Gefühl und kann zu gemeinsamen Ritualen führen, die sich wiederum positiv auf die Team- und Unternehmenskultur auswirken können.

Abschließend sei angemerkt, die genannten Maßnahmen oder Punkte sind einige der möglichen Ansatzpunkte. Das Feld der Motivation ist sehr komplex und sollte individuell in einem Unternehmen oder Team gehandhabt werden.