Einer aus vielen, statt einer von vielen …

Ein aktives Gründungsgeschehen ist wichtig für eine Volkswirtschaft, da neue Unternehmen Arbeitsplätze schaffen, zur technologischen Erneuerung des Landes beitragen und auf dem Markt etablierte Anbieter herausfordern. Nach Daten des KfW-Gründungsmonitors wagten im Jahr 2013 868.000 Gründer den Schritt in die Selbstständigkeit. Das ist ein Mut machender Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es ist davon auszugehen, dass nur ein Bruchteil der Menschen, die eine Geschäftsidee haben, diese auch, unabhängig von Neben- oder Vollerwerb, in die Realität umsetzt.

Nur für wenige Menschen ist der Weg in die Selbständigkeit deutlich und klar. Für einen weitaus größeren Anteil ist die Entscheidung über eine selbständige oder angestellte Beschäftigung weitaus komplexer und kaum eindeutig zu beantworten. So individuell wie die Geschäftskonzepte der einzelnen Gründer sind auch die jeweiligen Motive der Gründung.

Wir haben für euch einige mögliche Gründe ausgearbeitet, die für den Aufbau einer eigenen Existenz sprechen:

  • das Vorhandensein einer Gründungsidee bzw. eines Geschäftskonzeptes
  • die uneingeschränkte positive und emotionale Unterstützung durch Familienmitglieder
  • das Vorhandensein des erforderlichen fachlichen Know-Hows
  • der Wunsch nach mehr Flexibilität und Kreativität im Arbeitsalltag
  • der Fähigkeit, finanzielle Engpässe und unternehmerische Unsicherheiten aushalten zu können
  • die Bereitschaft für sich und andere Personen Verantwortung übernehmen zu wollen
  • die Fähigkeit, ein Ziel konsequent und über einen langen Zeitraum verfolgen zu können
  • Klarheit und Struktur im eigenen Wollen
  • eine klare Zukunftsvision, welche die unternehmerische Selbständigkeit einschließt
  • ein gesicherter finanzieller Hintergrund
  • die Bereitschaft, sich u.U. Unterstützung in Form eines Gründungsberaters oder -coaches zu suchen
  • die Bereitschaft auch über einen normalen Feierabend hinaus noch für das Unternehmen tätig zu sein
  • die Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen
  • eine permanente Bereitschaft zum Lernen und Erweitern des eigenen Horizonts
  • das Wissen darum, dass Selbständigkeit auch Scheitern und Rückschläge bedeuten kann,
  • die Fähigkeit und Bereitschaft, mit Misserfolgen offen und konstruktiv umzugehen
  • die Fähigkeit authentisch zu bleiben und eigene Wege zu gehen.

Je mehr dieser Antworten Ihr zustimmen könnt, desto eher lohnt es sich, an einer möglichen Idee dran zu bleiben, diese auf Herz und Nieren zu prüfen und darüber hinaus gezielt auszuarbeiten.

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Daher wollen wir auch nicht explizit aufzeigen, welche Faktoren gegen eine Selbständigkeit sprechen. Es sind all jene Aussagen, die auf Euch (noch) nicht zutreffen. Denn Ihr dürft nicht vergessen, dass der eigene Entwicklungsstand stets eine Momentaufnahme ist. Wenn Ihr an Euch arbeitet und konsequent ein Ziel oder das Ziel der Selbständigkeit verfolgt, könnt und werdet Ihr es auch schaffen.