Persönlichkeit mit Stil

Elegant, leger, feminin oder maskulin – wie Mann oder Frau sich kleiden und im Business erscheinen, ist Ausdruck ihrer Persönlichkeit. „Kleider machen Leute“ – das ist nun einmal so. Und wir kennen sie alle, die schrägen Vögel, die optisch einfach immer daneben liegen. Wir nennen sie Paradiesvögel, jene Kollegen, die mit türkisfarbenem Hemd und lila Krawatte im Teammeeting auftauchen und sich dabei auch noch so frisch fühlen.

Unsere Garderobe ist immer auch ein Ausdruck unseres inneren Ichs. Es sendet Signale darüber, wie wir uns fühlen und wie wir wahrgenommen werden wollen, d.h. was wir von oder über uns preisgeben wollen und welche Botschaften wir aussenden wollen. Kurz: Unsere Kleidung ist Ausdruck unserer Persönlichkeit.

Wer im Business stilistisch den richtigen „Ton“ trifft, wird tendenziell auch eher von seiner Umgebung ernst genommen. Für Führungskräfte und karrierebewusste Menschen kann das ein enormer Vorteil sein. Stilsicherheit, d.h. die Fähigkeit sich geschmackvoll und dem Anlass entsprechend zu kleiden, und ein ausgeprägtes Stilbewusstsein werden von anderen wahrgenommen, stärken das eigene Selbstbewusstsein und sorgen für ein positives Image, so Spencer ten Brink, Autor des Buches Gentleman StyleSchlüssel zur Eleganz.

Wie kommt man zum eigenen Stil? Hierzu kann man sich Vorbilder suchen und sich an denen orientieren, natürlich an den Richtigen. Es gibt Coaches, die die Entwicklung des persönlichen Stils begleiten und inzwischen auch Unternehmen, die ganze Outfits zusammenstellen und versenden, wie zum Beispiel der Online Händler Outfittery. Mit etwas Geduld und Zeit kann man sich auch in verschiedenen Ratgeberportalen und auf Modeblogs im Internet Impulse für den eigenen Stil holen.

Persönlichkeit und Stil

Spencer ten Brink nennt fünf Maximen, die in der Stilfrage stets Beachtung findet sollten:

1. Stil spart Zeit

Wer sich sicher in Kleidungsfragen bewegen kann, kann auch schneller die Entscheidung über die tägliche Kleiderwahl fällen, ohne langfristig und über wiederholtes Anprobieren die Kleider aufeinander abzustimmen. Dazu gehört auch, dass die Garderobe bei der Anschaffung bewusst ausgewählt wurde.

2. Qualität schlägt Preis

Geiz ist in diesem Fall nicht geil. Mit der Qualität (und damit dem Preis) der einzelnen Teile erhöhen sich die Leistungsfähigkeit und auch die Ästhetik der Garderobe. Billig schadet häufig auch dem Selbstbewusstsein und strahlt damit einmal mehr nach außen. Hier gilt genau hinschauen, denn es muss nicht unbedingt das von Hand hergestellte italienische oder englische Paar Schuhe sein, wenn ein guter Herrenschuh aus einem Fachgeschäft ebenfalls qualitativ hochwertig und elegant sein kann.

3. Den ersten Schritt gehen

In der (Weiter-)Entwicklung des eigenen Stils ist es wichtig einzelne Schritte zu planen und diese zu verfolgen. Anfangen kann man mit einem ersten hochwertigen klassischen Businessoutfit, zum Beispiel ein hochwertiger Anzug, dazu das passende Hemd, Krawatte und Schuhe. Auch für Frauen gibt es erstklassige Business-Garderobe bestehend aus Hosenanzügen, Kostümen, Blusen und Pumps. Das kann zunächst etwas Zeit in Anspruch nehmen und möglicherweise Beratung erfordern. Mit der Zeit kann dieser grundlegende Look ergänzt werden durch andere Stoffe, Muster und Accessoires.

4. Vergleichen

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Das Internet, Modehäuser und Herrenausstatter haben ein sehr hohes und preislich wie qualitativ oft gemischtes Angebot. Daher lohnt sich ein genauer Blick auf die feinen Details der einzelnen Teile.

5. Authentizität ist das A und O

Authentizität und Wohlgefühl in der eigenen Garderobe sind zwei weitere Grundpfeiler des eigenen Stils. Wer seinen Stil l(i)ebt, strahlt das auch aus und erzielt so die gewünschte Wirkung. Das kann einige Zeit dauern und ebenso wie man eine Sprache nicht über Nacht lernen kann, braucht auch Stilgefühl etwas Zeit und die richtige Motivation.

Literatur uns Lektüreempfehlung

Spencer ten Brink (2015). Gentleman Style – Schlüssel zur Eleganz. Eigenverlag.

Elisabeth Motsch & Jon Christoph Berndt (2015). Profil mit Stil: Persönlichkeit als Marke – Kleidung als Statement. Berlin: Goldegg.